Oppenheim-Förderpreis Von Biomarkern bis KI: Research Day MS 2.0 2026 in Berlin
Inklusive Preisverleihung des Oppenheim-Förderpreises für Multiple Sklerose 2025
Nach mehr als einem Jahrzehnt des Erfolgs ging der Research Day MS am 15. und 16. Januar 2026 in Berlin in eine neue Runde. Mit einem weiterentwickelten Konzept, frischen Impulsen und einem klaren Fokus auf den interdisziplinären Austausch bot die Veranstaltung eine bundesweite wissenschaftliche Plattform für junge Nachwuchsforscher*innen.
Im Zentrum des Research Day MS stehen aktuelle Themen der MS-Forschung sowie die Vernetzung der Teilnehmenden mit erfahrenen Expert*innen aus Klinik, Grundlagenforschung und translationaler Neurowissenschaft sowie mit Gewinner*innen des Oppenheim- Förderpreises. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eigene Forschungsergebnisse aus Klinik und Präklinik in Form von Postern und Projektvorträgen zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.
Die Jury-Mitglieder des Oppenheim-Förderpreises, Prof. Stefanie Kürten (Bonn), Prof. Frauke Zipp (Mainz) und Prof. Friedemann Paul (Berlin) begrüßten auch in diesem Jahr rund 50 Nachwuchswissenschaftler*innen und junge Ärzt*innen aus ganz Deutschland.
Nach einem spannenden Blick auf den aktuellen Stand der Projekte der ehemaligen Oppenheim-Förderpreisträger 2015 PD Dr. Helena Radbruch (Berlin), Prof. Veit Rothammer (damals München, jetzt Erlangen), Preisträger 2019 und Prof. Benjamin Knier (damals München, jetzt Schwäbisch Hall), Preisträger 2020 folgte die offizielle Verleihung des Oppenheim Förderpreises 2025 durch Prof. Kürten und Prof. Zipp an die beiden Gewinner. Dr. Hannes Kaddatz (Rostock) hatte in der Kategorie Präklinik mit seinem Projekt „SphingoMult – Protective Properties of Sphingosine-1-Phosphate Signalling Pathways in Multiple Sclerosis“ überzeugt. Dr. Thanos Tsaktanis (Erlangen) gewann in der Kategorie Klinik mit seinem Antrag über „Multimodales Monitoring und Immunmodulation bei progredienter MS: Von der Biobank zur personalisierten Therapie“.
Ein weiteres Highlight des Research Days MS 2.0 war der so genannte ‚Skill Bazar‘: in kurzen, kreativen und pointierten „Pitches“ stellten die Leiter der Workshops ihre Themen vor und warben auf ebenso informative wie unterhaltsame Weise um Teilnehmende. Die Themen deckten ein breites Spektrum ab – von Biomarkern (sNfL/GFAP) in der MS-Therapie, Optische Kohärenztomographie (OCT) als Biomarker in der MS für Diagnostik und Prognoseabschätzung, KI in der Neurowissenschaft, Omics-Technologien als Treiber der neurologischen Grundlagenforschung sowie Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) als potenziell therapeutischer Ansatz bei MS. Besondere Aufmerksamkeit galt auch der Prämierung der besten Poster aus der Poster Gallery in den Kategorien „Best collaboration approach“ und „Best new method or innovation“. Die Gewinner*innen wurden in einem kombinierten Verfahren aus einer Community- Abstimmung per App und der anschließenden gemeinsamen Abstimmung mit der Jury ermittelt. Aus insgesamt 32 hochwertigen Einreichungen konnten sich drei Projekte durchsetzen. In der Kategorie „Best collaboration approach“ wurde Lena Spieth (München) für ihr Poster mit dem Titel „Mapping the Inflammatory Rim: IFN-γ–Driven Lipid-Loaded Microglia in Chronic Active MS“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Best new method or innovation“ überzeugten gleich zwei Arbeiten die Jury und die Teilnehmenden: Julia Zissler (Erlangen) mit „Astrocyte-Derived Extracellular Vesicles as Modulators in Neuroinflammation“ und Thiemo Malte Möllenkamp (Münster) mit „Dynamics of impaired remyelination – a modified Cuprizone model“.
Wir freuen uns über die gelungene Veranstaltung und das positive Feedback der Teilnehmenden – und den Research Day MS im kommenden Jahr.