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Symbolisches Foto zum Thema Therapie der Psoriasis vulgaris (Hautdarstellung einer betroffenen Person).
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Symbolisches Foto zum Thema Therapie der Psoriasis vulgaris (Hautdarstellung einer betroffenen Person).

Moderne Therapie der Psoriasis vulgaris – Fortschritte durch zielgerichtete Ansätze


Die Therapie der Psoriasis vulgaris hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Für Ärzt*innen eröffnen sich dadurch neue Ansätze für eine differenzierte Therapieentscheidung. Dank neuer pathophysiologischer Erkenntnisse und moderner Therapieansätze kann die Behandlung heute gezielter und individueller auf die Patient*innen zugeschnitten werden. Gleichzeitig sind die therapeutischen Ziele ambitionierter geworden – sowohl im Hinblick auf die Kontrolle der Hautsymptomatik als auch auf die Steigerung der Lebensqualität.4  

Die Psoriasis vulgaris wird heute als systemische Entzündungskrankheit verstanden.1 Die Erkrankung geht häufig mit kardiometabolischen, hepatischen und psychischen Komorbiditäten einher. Inzwischen haben Studien gezeigt, dass u. a. auch Morbus Crohn und Depressionen zu den Begleiterkrankungen einer Psoriasis gehören können.1 Bei etwa 30 Prozent der Menschen mit Psoriasis kommt es zu einer Mitbeteiligung muskuloskelettaler Strukturen, bekannt als Psoriasis‑Arthritis (PsA).2 

Die systemische Dimension der Erkrankung hat direkte Konsequenzen für die Therapieplanung: Ziel ist nicht allein die lokale Kontrolle der Hautveränderungen, sondern eine ganzheitliche Betrachtung des Krankheitsbildes unter Berücksichtigung von Komorbiditäten und individuellen Bedürfnissen.4

Grundlage jeder Therapieentscheidung ist eine strukturierte Erfassung des Schweregrades von Hautsymptomen und psychologischen Auswirkungen der Erkrankung. Hierfür haben sich validierte Instrumente wie der Psoriasis Area and Severity Index (PASI) und der Dermatology Life Quality Index (DLQI) etabliert.3 Zur Einschätzung der betroffenen Körperoberfläche wird die Berechnung der Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA) als zusätzlicher Indikator herangezogen.4 Therapieziel sind eine nahezu vollständige Krankheitskontrolle, definiert als PASI90 oder ein absoluter PASI < 2, sowie eine relevante Verbesserung der Lebensqualität (DLQI ≤ 1).4

Die aktuelle S3-Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft empfiehlt eine stufenweise Therapie der Psoriasis vulgaris in Abhängigkeit vom Schweregrad.4 Die leitliniengerechte Therapie der Psoriasis vulgaris umfasst primär topische und systemische Behandlungsansätze sowie – situationsabhängig – UV-Therapien. Bei leichterer Ausprägung der Psoriasis steht eine topische Therapie mit Glukokortikoiden, Vitamin-D-Analoga, keratolytischen sowie pflegenden Cremes im Vordergrund. Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis (BSA oder PASI > 10 und zugleich DLQI > 10) werden systemische Behandlungsformen empfohlen. Diese beinhalten sowohl konventionelle systemische Medikamente und zielgerichtete orale Therapien (Targeted Small Molecules) als auch Biologika, die auf verschiedene immunologische Mechanismen abzielen.4 

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Referenzen

  1. Mrowietz U, et al. Dtsch Ärztebl Int. 2024;121:467–72.
  2. Mease PJ, et al. J Am Acad Dermatol. 2013;69(5):729–735.
  3. Raharja A, Mahil S, Barker J, Clin Med (Lond). 2021;3:170–173.
  4. Nast A, et al. S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis. J Dtsch. Dermatol Ges. 2026;24(1):122–137.