Multiple Sklerose: Diagnose
Wegen ihrer vielfältigen und zugleich unspezifischen Symptome wird die Multiple Sklerose (MS) häufig als „Krankheit der 1.000 Gesichter“ bezeichnet.1 Entsprechend sind für eine sichere Diagnose mehrere Schritte nötig.
Die MS ist eine Ausschlussdiagnose.2 Gemäß der aktuellen Kriterien nach McDonald gelten als Voraussetzungen für eine Diagnose zum einen klinische Symptome sowie der MRT-basierte Nachweis der räumlichen und zeitlichen Dissemination von Läsionen im Zentralnervensystem (ZNS) (siehe Abb.).2,3 Letzterer kann durch den Nachweis von liquorspezifischen oligoklonalen Banden ersetzt werden.2 Zum anderen darf sich keine bessere Erklärung für die Befunde der Betroffenen finden lassen.2